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Österreichischer Wein auch in schwierigen Zeiten top!


Während die gesamten österreichischen Warenexporte im Jahr 2009 um ca. ein Sechstel zurückgegangen sind, konnte der heimische Wein im Export weiter zulegen und besonders in schrumpfenden Märkten Marktanteile dazu gewinnen.

Österreichischer Wein zeigt sich während Krisenzeiten im Inland erfolgreich. Beim seit Jahren leicht rückläufigen Weinkonsum von derzeit ca. 2,4 Mio hl stellt die markanteste Veränderung dabei die Verschiebung des Weinkonsums von der Gastronomie, die jedoch weiterhin der wichtigste Absatzmittler ist, zugunsten des Heimkonsums dar. „Die Gastronomie, wo traditionell der heimische Wein dominiert, wurde von der aktuellen Wirtschaftskrise erwartungsgemäß stärker getroffen. Erfreulich ist aber die Entwicklung in den einzelnen Bereichen des Heimkonsums“, kommentiert Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing (ÖWM). Der Heimkonsum setzt sich dabei aus Verkäufen Ab Hof, im heimischen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und dem Fachhandel zusammen. Der lange Zeit rückläufige Ab-Hof-Verkauf hält sich seit einigen Jahren wieder konstant bei ca. 30%. Besonders positiv ist die Entwicklung jedoch in den Supermärkten, wo heimischer Wein gefragter ist denn je. Langfristig gesehen konnte Österreichs Wein in heimischen Supermärkten seit dem Jahr 2000 trotz steigender Konkurrenz aus dem Ausland satte Zuwachsraten verbuchen. „Österreichs Winzer konnten dadurch nicht nur mehr, sondern auch hochwertigeren Wein im Lebensmitteleinzelhandel verkaufen“, freut sich Klinger. Erfreulich ist, dass erstmals mengenmäßig mehr heimische Rotweine als ausländische Tropfen im Supermarkt verkauft wurden. Beim Weißwein sind Grüner Veltliner & Co weiterhin unumstritten und konnten ihren extrem hohen Marktanteil sogar noch weiter ausbauen.

Auch im Export war die Entwicklung im vergangenen Jahr erfreulich. Österreich hält in Deutschland, einem der größten Weinimport- und Konsumländer der Welt, bereits 3,4% Marktanteil. Bei Weißwein steht Österreich nach Deutschland und Italien mit 6,4% sogar an sensationeller dritter Stelle (erstmals vor Frankreich).

Durch die anhaltende Dollarschwäche, die Wirtschaftskrise und durch Liquiditätsprobleme bei wichtigen Handelspartnern gab es im ersten Halbjahr 2009 einen schmerzhaften Einbruch der Weinexporte in die USA, der im 2. Halbjahr noch nicht vollständig kompensiert werden konnte. Für 2010 ist jedoch wieder mit einem Wachstum zu rechnen.





DAC greift erstmals auch im Export
Die positive Exportentwicklung lässt sich besonders in Deutschland erstmals auch auf die erfolgreiche Positionierung von Herkunftsweinen (DAC) zurückführen.
Durch die neu verabschiedete Verordnung zum Leithaberg DAC im Herbst 2009 wächst die Zahl an Herkunftsweinen mit klarem Geschmacksprofil (DAC) auf insgesamt sechs an. Der Vorschlag des Südburgenlands für Eisenberg DAC wurde vom Nationalen Weinkomitee bereits genehmigt und liegt nun dem Bundesminister Nikolaus Berlakovich zur Unterschrift vor. Unter dieser Bezeichnung sollen ab 2010 fruchtig, mineralisch würzige Blaufränkischweine in zwei Kategorien auf den Markt kommen. „Wir haben uns im Burgenland dazu entschlossen unsere DAC-Weine an geografischen und historischen Namen zu orientieren“, erklärt Andreas Liegenfeld, Obmann des burgenländischen Weinbauverbands. „Dabei wollen wir neben dem starken Herkunftsbegriff Burgenland, der für die Vielfalt ins unserem Land steht, auch regionale Identitäten mit klaren Profil etablieren.“

Eine weitere Änderung in der zu erwartenden Verordnung betrifft die Einführung einer Reserve-Kategorie bei Weinviertel DAC.

Mehr Infos unter www.österreichwein.at

Schlagworte: Andreas, DAC, Eisenberg, Export, Josef, Klinger, Liegenfeld, Pleil, Wein, Weinbaupräsident

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